Im Rahmen der Interview-Reihe „Channel Talk unplugged“ besucht Daniel Rossi vom Concerto-Team ICT-Reseller in der Schweiz, um von ihnen zu erfahren, wo der Schuh drückt. Für diese Folge hat er Michel Savioz, Mitinhaber der Cheops Informatik AG in Basel, besucht und ihn zur Lage des Unternehmens auf einem immer härter umkämpften Markt befragt. Die Firma mit acht Mitarbeitern verkauft Netzwerke, Hardware, Backup- und Cloudlösungen sowie Firewalls und betreibt einen Webshop, vertreibt über diesen jedoch nicht aktiv.

Daniel Rossi: Gibt es einen Hersteller, mit dem Sie sehr zufrieden sind?
Michel Savioz: Vorwiegend verwenden wir Lenovo high-end Produkte, bei Bildschirmen sind es vor allem Samsung und LG. Bei den Druckern verkaufen wir gerne Oki.

Aus welchem Grund sind Sie mit ihm zufrieden?
Wir waren jahrelang IBM Partner und kennen somit die Produkte sehr gut. Der Support ist nicht mehr so gut wie damals, jedoch wurden ja auch die Produkte viel günstiger.

Gibt es einen Hersteller, bei dem Sie Optimierungspotenzial sehen?
Low-cost Hersteller wie Acer.

Wo genau sehen Sie das Optimierungspotenzial?
Sie haben zwar teils sehr gute Produkte, jedoch ist hier die Zusammenarbeit sehr schwierig und darum versuchen wir auch, diese Produkte zu vermeiden.

Gibt es einen Distributor, mit dem Sie sehr zufrieden sind?
Alltron, unser Hauptdistributor, sowie Ingram Micro, Tech Data und Also.

Aus welchem Grund sind Sie mit ihm zufrieden?
Altron macht es sehr gut betreffend Logistik, Schnelligkeit und Information. Die Brack Geschichte gefällt mir weniger gut. Beim Retourenhandling sind sie die besten.

Gibt es ein Produkt für Sie, wo die Marge noch okay ist?
Bei Firewalls und Firewall-Diensten passt die Marge im Moment noch.

Was halten Sie generell vom Online-Handel?
Das ist die Zukunft. Ein Muss als Einkäufer, aber nicht als Verkäufer wie wir. Wir bieten da zu individuelle Lösungen an.

Was halten Sie von den Online-Preisvergleichsplattformen (z.B. Toppreise.ch)?
Solche Plattformen finde ich sehr gut für Private, für Business-Kunden ein bisschen schwieriger. Wir verdienen dadurch halt eben kein Geld mehr bei Hardware.

Wie beurteilen Sie ausländische Online-Anbieter (z.B. Amazon)?
Für uns als Einkäufer ist es vorteilhaft, weil wir Teile bekommen, die es in der Schweiz nicht gibt. Als Mitbewerber ist es schwierig, weil es einen sehr starken Preiskampf gibt.

Und sehen Sie hier eine Bedrohung für den schweizerischen Markt?
In der IT noch nicht. Bei anderen Produkten, wie z.B. Schuhen und Freizeit-Artikeln sehr.

Wie sind die letzten Geschäftsjahre verlaufen und wie schätzen Sie die weitere Entwicklung ein?
2014-2016 waren die besten Jahre. 2017 war auch sehr gut, aber kein Rekord. Für die Zukunft sehe ich optimistisch. Also sicher für die nächsten 10 Jahre.

Was ist Ihr „Erfolgsrezept“ im Kampf um Marktanteile?
Wir bieten sehr individuelle Lösungen an. Bei uns bekommen sie immer sofort Support. Wir sind ab und zu in Konkurrenz mit z.B. einer Swisscom und ihren Hostingprodukten, die nur über ihren Preis die Kunden gewinnt. Der Support wird dort jedoch vernachlässigt und genau das bieten wir unseren Kunden an.

Haben Sie neue Dienstleistungen oder Produkte im Angebot?
Wir sind seit 5 Jahren Wiederverkäufer von Winbiz, einer ERP Software aus dem Wallis. Diese bieten alles zu einem unglaublichen Preis an.

Was hebt Ihre Firma von der Konkurrenz ab?
Sofortiger Support (Schnelligkeit) und gute Kompetenzen.

Expandiert Ihr Unternehmen in der nächsten Zeit?
Eine Expansion des Unternehmens planen wir aktuell nicht.

Haben Sie schon einmal über eine Nachfolgeregelung nachgedacht?
Ja, die Verhandlungen haben bereits angefangen.

Wie sehen Sie den aktuellen Business-Trend?
Spannend wegen der neuen Technologien. Spannend, weil niemand weiss genau wo es hingeht. Spannend in der IT, vor allem im Bereich Robotik.

 

Dieses Interview wurde gesponsert von iiyama.