Überall wird mit Hochdruck digitalisiert, denn wer den Anschluss verliert, wird von „digitalisierten“ Wettbewerbern überholt. In vielen Organisationen herrscht deshalb operative Hektik. Es reicht jedoch nicht, einen Chief Digital Officer einzustellen oder die IT auszubauen.

Stellen Sie jetzt die richtigen Fragen, transformieren Sie Ihre Kommunikation und richten Sie Ihre Prozesse unter Einbezug Ihrer Mitarbeiter nach den Bedürfnissen Ihrer Kunden aus.

Kommunikation wird zur digitalen Interaktion

Obwohl der Mensch begeistert die digitalen Vorteile nutzt, hat er sich auch nach 100´000 Jahren prinzipiell nicht verändert: Ein Gehirn auf zwei Beinen im Release 1.0, das nach Sicherheit, persönlichem Glück und stabilen Partnerschaften strebt. Die Gruppe der Personen mit vollem digitalem Durchblick wird immer kleiner und die Bildungsverantwortlichen kämpfen verzweifelt, damit ihre Schützlinge den Anschluss nicht verlieren.

Wer sein Business weiter erfolgreich transformieren will, muss sich mit folgenden Fragen beschäftigen: Wie wollen in Zukunft unsere Kunden und Lieferanten mit uns und wir mit ihnen kommunizieren? Wie kommunizieren wir am effizientesten intern miteinander? Wie wollen wir aktiv an dieser Veränderung der Interaktion zwischen den Stakeholdern teilnehmen, die oft auch Maschinen sein werden? Erst nach der Beantwortung dieser Fragen lohnt es sich, über neue Stellen oder Investitionen in ICT-Systeme nachzudenken. Denn bei der digitalen Transformation geht es auch um die Transformation der Kommunikation, die mit den sich laufend verbessernden Kommunikationstechnologien zur „digitalen Interaktion“ wird.

Bedürfnisse erkennen und Prozesse danach ausrichten

In allen Unternehmen wird offen über die unsichere Zukunft diskutiert. Einst stolze Grosskonzerne und sichere Branchen müssen sich eingestehen, dass sie nicht wissen, ob es sie in 10 Jahren noch geben wird. Energieversorger, Autokonzerne und Banken klammern sich verzweifelt an ihre alten Geschäftsmodelle und suchen nebenbei nach neuen. Eine echte Veränderung wird offensichtlich nur selten betrieben. Never change a winning team… bis zum bitteren Ende.

Dabei machen es andere mit Leichtigkeit vor, drehen aber grundlegende Gesetzmässigkeiten vollständig um. Statt mit „Push“ wird mit „Pull“ gearbeitet. Statt nach einer „Null Fehler Kultur“ wird nach dem „Trial and Error“ Prinzip vorgegangen. Statt „starrer Prozesse“ bestimmen „flexible Projekte“ die Grundrichtung. Auf bereits schwache Bedarfssignale der Kunden wird schnell mit kleinen, bewusst unfertigen Testversionen reagiert, die sich während der Anwendung und in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kunden zu immer besseren Produkten weiterentwickeln. Fertig ist nie.

Was nicht vom Kunden honoriert wird, das wird wieder herausgenommen. Amazon, Facebook und Google lassen permanent tausende(!) von Tests bei und mit ihren Kunden laufen, um immer besser deren Bedürfnisse zu verstehen und diesen gerecht zu werden. Überraschenderweise finden die Kunden diese neue Art der Partnerschaft sogar gut und fühlen sich selbst bei Problemen mehr ernst genommen als im klassischen Produkt-Lieferanten-Kunden-Konstrukt.

Statt einfach den Status Quo der Prozesse im Unternehmen zu digitalisieren, muss also aktiv die Blickrichtung gewechselt werden. Denn der Wind kommt neu von woanders. Das gilt nicht nur für die Vertriebs- und Service-Bereiche, sondern für alle Abteilungen als Gesamtspielregel. Je konsequenter dieses Wirkprinzip über alle Funktionen umgesetzt wird, desto eher können auch die bestehenden Blockaden aufgelöst werden. Denn solange aus zwei unterschiedlichen Richtungen Kraft im Unternehmen akzeptiert wird, kann nicht das ganze Potential einer Firma gehoben werden. Im Extrem führt das sogar zum Stillstand und Selbstmord.

Das durchgängig, rückwärts abgeleitete Prozess-Haus, das heisst von der Planung der Prozesse über Output zu Throughput zu Input, ist somit der Schlüssel zum Erfolg von morgen. Wer alle seine Prozesse auf die Kundenbedürfnisse – extern wie intern – ausrichtet und dann auch noch maximal automatisiert, wird zu den Gewinnern gehören. Denn nur diesen Marktteilnehmern bleibt die nötige Zeit, um gemeinsam mit den Kunden neue Projekte zu entwickeln.

Wer sich weiter nur auf sich selber und die eigenen Kompetenzen konzentriert, diese „fertig entwickelt auf den Markt bringt“ und seine Hauptzeit mit den Prozessen des Alltags verbringt, wird zu den Verlierern gehören. Egal, ob die Prozesse digitalisiert wurden oder nicht.

Arbeitskultur im digitalen Kontext

Menschen die das „Wozu für wen“ erkennen und das „Wie machen wir es“ mit erarbeitet haben, können auch viel einfacher verstehen, was von ihnen zukünftig erwartet wird und mit welchen besser passenden Tools sie produktiv bleiben können. Letztendlich wird also entscheidend sein, ob Unternehmen bereit sind, die Beziehungen zu Kunden und Mitarbeitern partnerschaftlich zu gestalten. Digitale Technologien ermöglichen hierbei lediglich neue Spielvarianten.

Der offene Dialog mit den Kunden ist eine wesentliche Herausforderung, damit wir die die Kundenbedürfnisse wahrnehmen und bedienen können. Da die digitalen Möglichkeiten für alle überall verfügbar sind, könnte diese Herausforderung existentiell für viele Schweizer Unternehmen sein.

Digitalisierung mit ProSeller vorantreiben

Gerade in evolutionären Phasen hat sich gezeigt, dass die Überlebenschancen und der individuelle Erfolg im neuen Kontext steigen, wenn man sich mit Gleichgesinnten zusammenschliesst und aktiv austauscht. Weniger ist jetzt mehr und kleinere, flexible und zuverlässige Partner die besseren Begleiter für dieses Abenteuer. Sprechen Sie mit uns bei ProSeller, um Ihre Digitalisierungsprojekte mit unseren Erfahrungen und Kompetenzen zum Erfolg zu führen.

 

Thomas Czekala

 

Über den Autor: Thomas Czekala ist Partner, Gesellschafter und Verwaltungsrat der ProSeller AG. Er hat zudem Mandate verschiedener anderer Firmen im Umfeld von Digitalisierung, Marktplätzen und weiteren innovativen Trends. Zusammen mit dem ProSeller-Team baut er für Kunden neue Marktplätze auf und arbeitet an der Weiterentwicklung des firmeneigenen ProSeller B2B E-Commerce-Marktplatzes auf Concertopro.ch, der inzwischen ein jährliches Einkaufsvolumen von über 1,5 Milliarden Franken verarbeitet. Er berät und hält Vorträge zu Fragen der Digitalisierung und Transformation. Als zertifizierter SAFe 4 Agilist und ehemaliger Manager und Gesellschafter der Scout24-Gruppe beherrscht er die modernen Projektmanagement- und Führungsmethoden im unsicheren Innovationsumfeld und kann auf ein breites Feld von Erfahrungen zurückgreifen.