Erfolg im Onlineshop: Letzte Hürde Checkout

Ob der Kunde im E-Shop kauft oder nicht, entscheidet sich final beim Checkout. Denn hier wird der magische Button «Kaufen» geklickt oder der gefüllte Warenkorb wird an der Kasse einfach stehen gelassen. Es lohnt sich also, diesem Touchpoint besonders viel Aufmerksamkeit zu schenken und betreffend Zahlungsmodulen up to date zu sein. Analysen zeigen, dass der zweithäufigste Grund neben hohen Lieferkosten, der Mangel an passenden Zahlungsmethoden ist. Höchste Zeit also, die Zahlungsmodule zu überprüfen.

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Wichtigste Zahlungsmethoden

Vom Kauf auf Rechnung zu Twint über Kreditkarten bis hin zu Bitcoin: Die Zahlungsarten im Onlineshop sind vielfältig, die Erwartungen der Kunden entsprechend hoch. Wir haben die wichtigsten Zahlungsmöglichkeiten für Sie zusammengestellt:

Kauf auf Rechnung

Der Kauf auf Rechnung gehört in der Schweiz nach wie vor zu den beliebtesten Zahlungsarten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Bestellt man auf Rechnung, muss man die bestellte Ware erst bezahlen, wenn man sie erhalten und sich für den Kauf final entschieden hat. Mehr Sicherheit geht eigentlich nicht. Kunden fühlen sich so einerseits sicher vor Betrügereien und müssen andererseits keine sensiblen Daten, wie etwa die Kreditkartennummer, preisgeben.

Händler jedoch gehen mit dieser Zahlungsmethode ein eher hohes Risiko ein, da es beim Rechnungskauf zu Zahlungsausfällen kommen kann. Das Eintreiben des offenen Betrages ist meist sehr aufwendig und mit hohen Kosten verbunden. Für Shops, die Waren im niedrigen Preissegment anbieten, lohnt sich diese Zahlungsart eher nicht.

Bezahlung per Vorauskasse

Der Kauf per Vorauskasse ist sowohl für Kunden wie auch für Shop-Betreiber grundsätzlich unkompliziert. Diese Methode ist jedoch bei Kunden nicht sehr beliebt, da der Kunde den Betrag im Voraus per Überweisung bezahlt, die Ware das Lager aber erst nach Zahlungseingang verlässt. Allerdings funktioniert diese Methode nur, wenn Kunden hohes Vertrauen in einen Shop haben, sonst werden Bestellungen nicht im Voraus bezahlt. Zudem erwarten Kunden bei dieser Methode einen einwandfreien, termingerechten Lieferservice und eine hohe Produktqualität.

Lastschriftverfahren

Für den Kunden ist dieses Verfahren sehr einfach und Bestellung werden innerhalb weniger Tage ausgeliefert. Sollte es zu Problemen kommen, kann eine Lastschrift auch einfach wieder zurückgebucht werden und der Kunde erhält sein Geld zurück. Händlern entstehen keine grossen Kosten, allerdings besteht bei der Zahlungsart das Risiko eines Zahlungsausfalls bei einem ungedeckten Kundenkonto. Zudem verrechnen die Banken dem Zahlungsempfänger oft Gebühren für die Lastschriftrückgabe. Diese können via Mahnverfahren zwar zurückverlangt werden, doch bedeutet dies auch ein erhöhtes finanzielles Risiko und Mehraufwand. Händler haben jedoch die Möglichkeit, das Lastschriftverfahren nur für Bestandskunden anzubieten oder beispielsweise mit Bonitätschecks vorher abzusichern.

Nachnahme

Bei der Bestellung auf Nachnahme wird die Ware sofort versendet. Allerdings wird dem Empfänger die Lieferung erst im Anschluss an die Bezahlung vor Ort übergeben. Diese Zahlungsart ist für den Händler sehr sicher.

Die Nachnahmegebühren, die dabei anfallen, muss der Händler allerdings auch dann tragen, wenn die Annahme einer Bestellung verweigert oder zurückgesendet wird.

Kreditkarte

Die Zahlung per Kreditkarte wird immer beliebter und sicherer. Die anfallenden Gebühren betragen zwischen 2 und 4 Prozent.

Für Händler hat die Zahlung per Kreditkarte den Vorteil, dass eine ungerechtfertigte Rückbuchung nicht so einfach möglich ist, wie zum Beispiel beim Lastschriftverfahren. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass bei dieser Methode die Gefahr des Kreditkartenbetrugs besteht und der Händler meist auf den verursachten Kosten sitzen bleibt.

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Virtuelle Kreditkarte

Damit wir noch besser vor Missbrauch geschützt sind, wurde die virtuelle Kreditkarte entwickelt. Revolut und Neon sind erste Vorreiter. Im Mai 2021 hat nun auch die UBS ihre erste virtuelle Karte lanciert. Zudem bietet das Startup Yokoy zusammen mit der Hypothekarbank Lenzburg Firmen virtuelle Kreditkarten an.

Die britische Neobank Revolut zum Beispiel bietet ihren Kunden bereits seit längerem virtuelle Karten an. Diese werden grundsätzlich wie normale Kreditkarten gehandhabt, sie existieren aber nur digital in der App der Bank. Die digitalen Karten können daher nur online oder über Bezahl-Wallets wie beispielsweise Apple Pay eingesetzt werden. Ob digitale Einwegkarte oder virtuelle Kreditkarte, die Vorteile liegen auf der Hand: Eine digitale Karte ist schnell ausgestellt, genauso schnell gesperrt und auch schnell ersetzt. Zudem entstehen praktisch keine Kosten bei der Herstellung. Mit diesem neuen System können Kunden mehrere Karten anlegen und diese nur für spezifische Zwecke wie etwa nur für Apple Pay-Käufe oder Online-Zahlungen einsetzen.

Wo liegt der Vorteil im E-Commerce?
Eine Karte kann nach der Bezahlung einfach wieder gesperrt werden, wenn man einem E-Shop nicht 100 % vertraut. Oder man verwendet Einwegkarten. Nach jeder Transaktion ändert die Wegwerfkarte oder «disposable virtual cards» wie sie bei Revolut heissen, automatisch ihre Kartennummer und weitere sicherheitsrelevante Merkmale. Diebe können also nichts mehr mit Zahlenkombinationen anfangen, falls die Kartendaten bei einem Einkauf gestohlen werden.

Twint

TWINT ist das digitale Bargeld der Schweiz und hat durch Corona einen neuen Hype erlebt. Auch im Onlineshop kann mit TWINT bezahlt werden. Die Anbindung im E-Commerce erfolgt via Payment Service Provider (zum Beispiel Datatrans, PostFinance, SIX Saferpay) oder mittels Shop-Plugin. Erfahren Sie hier, wie Postfinance mit dem Angebot Checkout-Flex Twint ins Zahlungsmodul integriert: Postfinance Checkout-Flex mit Twint

Ratenkauf

Bei höheren Beträgen bieten immer mehr Online-Händler auch die Möglichkeit eines Ratenkaufs an. Der Kaufpreis wird vom Kunden in monatlichen Raten abbezahlt, so dass grössere Anschaffungen nicht auf einen Schlag bezahlt werden müssen, was einen zusätzlichen Kauf-Anreiz schafft. Zu diesem Zweck wird zwischen dem Händler, der Bank und dem Kunden ein Ratenvertrag abgeschlossen, durch den die monatlichen Zahlung sowie Laufzeit geregelt wird.

Rabattcode

Rabattcodes und Gutscheine sind für Shop-Betreiber ein attraktives Mittel, um Kunden zu binden und Neukunden zu gewinnen. Kunden haben mit einem einmalig verwendbaren Code die Möglichkeit, während des Bestellvorgangs von einem Spezialrabatt zu profitieren. Eine gute Planung schafft mit tollen Angeboten mehr Umsatz.

Externe Dienstleister

Externe Zahlungsdienstleister werden bei Kunden mittlerweile immer beliebter. Diese bieten sowohl den Kunden, wie auch den Shop-Betreiber einige Vorteile: Neben der Zahlungsabwicklung wird ebenfalls das Forderungsmanagement komplett an den jeweiligen Dienstleister ausgelagert. Während beispielsweise für PayPal, Amazon Pay oder Skrill ein Kundenkonto benötigt wird, stellen Dienstleister wie Klarna oder Giropay direkt eine Verbindung zwischen dem Shop und dem Online-Banking-Zugang des Kunden her. Bestellungen können so vom Kunden per Direktüberweisung vom eigenen Girokonto bezahlt werden und die Ware wird innerhalb weniger Tage zugestellt.

Zu beachten: Beschweren sich Käufer oder Verkäufer, kann der Dienstleister das Konto einfrieren. Externe Payment Provider sollten daher nicht als alleinige Zahlungsmöglichkeit, sondern als zusätzliche Option angeboten werden. Der Händler sollte über genügend Reserven verfügen, damit er nicht durch ein eingefrorenes Konto selbst in Zahlungsschwierigkeiten gerät.

Ist Bitcoin auf dem Vormarsch im E-Commerce?

Bitcoin ist in aller Munde, zählt aber noch längst nicht zur gängigen Zahlart der breiten Masse. Aufgrund starker Kursschwankungen beim Bitcoin bleibt aber weiterhin offen, inwieweit sich diese Bezahlart in Zukunft durchsetzen kann oder wird.

Niemand kann zur Zeit vorhersehen, ob sich Bitcoin tatsächlich als Zahlmittel durchsetzen wird. Vor allem junge Menschen haben in Bitcoin investiert. Diese Zielgruppe wird vermutlich nicht nur mit Bitcoins handeln und auf erhebliche Kurssteigerungen hoffen wollen, sondern möchte künftig tatsächlich auch damit einkaufen. Daher können sich Webshops von der breiten Masse abheben und mit der Bitcoin-Zahlmöglichkeit einen USP generieren. Die Möglichkeit, Bitcoin als Zahlmethode im eigenen Shop anzubieten, könnte also durchaus ihren Reiz haben.

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Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die Auswahl der Zahlungsmöglichkeiten zu den wichtigsten Kriterien gehören. Gerne beraten wir Sie dabei, auf welche Möglichkeiten Sie am Besten in Ihrem Shop setzen.


Othmar Sigrist
Key Account Manager Solutions
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othmar.sigrist@proseller.ch

 

Bis heute noch nicht in einen Onlineshop investiert?

Der Online-Handel boomt: Unternehmen welche weiterhin erfolgreich sein wollen, sollten nebst stationären Einkaufsmöglichkeiten auch über einen eigenen Onlineshop verfügen. Wir beraten Sie gerne.


Michael Schüler
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