Freude herrscht: Der seit Jahren massive Abwärtstrend beim Reseller-Absatz scheint spürbar gebremst zu sein. Getragen wird diese äusserst positive Entwicklung vom Kerngeschäft des Resellers: dem Verkauf von Computern. Erfolgsgaranten sind neben guten Abverkäufen, einem kundenfreundlichen Portfolio und digitalen Prozessabläufen auch qualifizierte Fachkräfte. Um diese zu finden, sind digitale Infrastrukturen und Recruitingprozesse gefragt – vor allem, wer erfolgreich jüngere Fachkräfte akquirieren will.

Mit einem Wert von 61 und liegt der ICT-Index nur noch um 2% unter Vorjahr. Schaut man sich nur den Februar an, so ist zum Januar sogar ein Sprung um +20% zu beobachten.

ICT-Reseller Index Februar 2020 / Schweizer gesamt

Historische Umsatzzunahme im Computer-Bereich

Der Sortimentsbereich Computer setzt seinen im Dezember begonnenen positiven Lauf beim Reseller auch im Februar weiter fort und hat nun einen unglaublichen Umsatzanteil von 50% im Channel. Der ICT-Detail-Index «Computer» ist daher auch als historisch zu bezeichnen. Mit einem Wert von 101 liegt er um 23% über dem Januar und um 18% über dem Februar 2019, der ebenfalls schon nicht schlecht war.

Neben den Nachzüglern im Update-Prozess von Windows 7 scheinen auch weitere positive Effekte den Verkauf von neuen Computern zu treiben. Es ist durch die Bank zu beobachten, dass die digitale Transformation bei immer mehr Prozessen und in immer mehr Funktionsbereichen in die «Roll-Out-Phase» gekommen ist. Die ewigen Zweifler und Bremser scheinen verloren zu haben. Immer konsequenter werden alle Prozesse digitalisiert – auch mit immer kleineren Computern, die immer mehr können.

Computer sind kein Selbstzweck, sondern auch Kompetenzsignale

Die früher verpönten, unhandlichen «Schlepptops» sind heute rechenstarke, kleine Helfer, die in jede Handtasche passen und lediglich noch ab und zu ein Stromkabel als physischen Anschluss benötigen. Sie können neben rechenintensiven Anwendungen zur Virtual-Reality-Simulation genauso Video-Conferencing und alle Büro-Anwendung abwickeln. Heute gehört zu jedem Arbeitsplatz ein solcher, persönlicher Helfer als Standard dazu.

Rein rational liegen die Vorteile also offen auf dem Tisch. Schaut man aber tiefer, entpuppt sich der hochwertige Computer am Arbeitsplatz auch als wichtiger Erfolgsfaktor für das Recruiting. Im Zeitalter des «war for talents» sind Unternehmen fast gezwungen, ihre eigene Zukunftsfähigkeit durch sichtbare, digitale Kompetenz nach aussen zu zeigen. Gerade für die jungen Mitarbeiter der umworbenen Generationen «Z» und «Alpha» sind Smartphone, WLAN, hochwertige, mobiler Computer und ein trendiges Arbeitsumfeld wichtige Entscheidungsfaktoren, die einen Arbeitsplatz mehr oder eben weniger interessant erscheinen lassen.

Digitale Kompetenz muss konsequent gelebt werden

Bereits in den letzten Reports zum ICT-Reseller-Index wurde angemerkt, dass die «zwanziger Jahre» dieses Jahrhunderts als 2. Phase der Digitalisierung in die Geschichtsbücher eingehen wird. Heute ist die Hardware so weit, digitale Anwendungen fast in Echtzeit abzuwickeln, von denen wir früher nur geträumt hatten. Mit der zweiten Phase wird diese Technik nun zunehmend Einzug in das normale Leben und den Arbeitsalltag finden.

Gerade die älteren Mitarbeiter haben aber offensichtlich und naturbedingt ihre Schwierigkeiten damit. Die erfolgreichen Unternehmen der Zukunft werden deshalb diejenigen sein, die für die jungen High Potentials der Digital-Natives-Generation attraktiver erscheinen. Diese sind mit komplexen Computerspielen und einer «always online» Infrastruktur aufgewachsen. Von den Abläufen und verfügbaren Hilfsmitteln an ihren zukünftigen Arbeitsplätzen erwarten sie den gleichen Grad an Digitalisierung und Agilität.

Viele Firmen denken, dass mit einer reinen Automatisierung der berufsbezogenen Arbeitsprozesse schon alles getan ist. Eventuell werden, im Rahmen eines «New Work», dann wo möglich neben flexiblen Arbeitsplätzen und -zeiten auch noch «work from home» angeboten. Vergessen wird jedoch, dass das Recruiting neuer Mitarbeiter, als allererste Visitenkarte einer Firma, in vielen Fällen immer noch klassisch abläuft. Allein der Begriff «Bewerber» und «Bewerbung» signalisieren, dass die HR-Abteilungen die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt haben. Antwortzeiten auf Bewerbungen von über vier Tagen werden von der heutigen Generation bereits als Absage beziehungsweise als Inkompetenz der Organisation interpretiert.

Der digitale Recruiting-Prozess darf deshalb nicht mehr mit der «ausführlichen Bewerbung» als Bettelbrief beginnen. Will dieser die digital Natives erreichen, muss der Prozess in Form einer viralen, sozialen Netzwerk-Kommunikation spielerisch und sehr individuell ablaufen. Diese Generation sucht nicht aktiv, sondern will gefunden und persönlich eingebunden werden, so wie sie es aus ihren ständig wechselnden Social-Communities kennt.

Waren für die Reseller bislang Einkauf und Verkauf die beiden Haupterfolgsfaktoren, so gesellt sich zukünftig der Fachkräftemangel als dritte Herausforderung auf gleicher Stufe hinzu.

ProSeller findet neue Mitarbeiter für Reseller

Seit über 20 Jahren hat ProSeller es verstanden, verschiedenste Geschäftspartner digital und für die jeweilige Fragestellungen angenehm nutzbar zu verbinden. Ob mit dem digitalen Marktplatz Concertopro der Einkauf vereinfacht wurde oder mit dem E-Commerce-System Concerto Sale der Verkaufsprozess an Kunden digitalisiert wurde – ProSeller war immer innovativ und seiner Zeit voraus.

Mit der nun gestarteten Kooperation zwischen der ProSeller AG und der Block2Job Schweiz GmbH erweitert ProSeller sein Business-Connector-Portfolio. Damit wird ProSeller auch zur Recruiting-Plattform und kann den angeschlossenen Kunden jetzt auch einen digitalen, viralen und kostengünstigen Zugang zu potenziell neuen Mitarbeitern anbieten. Wer vom Fachkräftemangel betroffen ist, kann sich ab sofort via Formular bei ProSeller melden, um seine Chancen im «war for talents» gegenüber seinen Wettbewerbern spürbar zu verbessern.

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Über die Autoren:
Thomas Czekala ist Partner, Gesellschafter und Verwaltungsrat der ProSeller AG. Er hat zudem Mandate verschiedener anderer Firmen im Umfeld von Digitalisierung, Marktplätzen und weiteren innovativen Trends. Zusammen mit dem ProSeller-Team baut er für Kunden neue Marktplätze auf und arbeitet an der Weiterentwicklung des firmeneigenen ProSeller B2B E-Commerce-Marktplatzes auf Concertopro.ch, der inzwischen ein jährliches Einkaufsvolumen von über 1,5 Milliarden Franken verarbeitet. Er berät und hält Vorträge zu Fragen der Digitalisierung und Transformation. Als zertifizierter SAFe 4 Agilist und ehemaliger Manager und Gesellschafter der Scout24-Gruppe beherrscht er die modernen Projektmanagement- und Führungsmethoden im unsicheren Innovationsumfeld und kann auf ein breites Feld von Erfahrungen zurückgreifen.
Alfred Rossi ist Gründer und Geschäftsführer der ProSeller AG. Mit dem Betrieb der digitalen Marktplattform Concerto gehört er seit 2001 zu den Vorreitern der digitalen Transformation. Reseller, Distributoren, Hersteller und Partner profitieren von seiner über 30-jährigen Erfahrung im Bereich Marketing-, Marketing-Automationen, Sales- und Marktplätze in mehreren Branchen. Während dieser Zeit hat er sich intensiv mit den Gegebenheiten, Gesetzmässigkeiten und Abläufen der Supply Chain «Hersteller-Distributor-Reseller-Endkunde» auseinandergesetzt. In den letzten 20 Jahren hat er sich als Spezialist im Fachgebiet Marktplätze, Big Data, E-Commerce, Digitalisierungen und innovative Geschäftsstrategien einen Namen gemacht.

 


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Der Index ist ein Service der ProSeller AG. Der Index wird täglich ermittelt und einmal monatlich für den laufenden Monat fixiert. Er basiert auf den anonymisierten Suchaktivitäten der ICT-Reseller bei Verwendung der Concerto Software-Suite und repräsentiert damit ein jährliches Einkaufsvolumen von ca. 1,5 Milliarden Franken bzw. rund 20’000 Abfragen pro Tag. Concertopro ist der führende Einkaufs-Marktplatz für professionelle ICT-Reseller in der Schweiz und wird von der ProSeller AG betrieben.
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