Das Jahr 2021 fängt für den ICT-Reseller so gut an wie schon lange nicht mehr. Mit einem Indexwert von 67 liegt der Januar 2021 um 16% über dem Dezember und um 31% über dem Januar 2020. Ein Blick auf den Tagesverlauf des Index zeigt, wie gut der Start ins 2021 erfolgt ist. So traurig es ist, aber für den ICT-Reseller hat Corona weiterhin einen positiven Nebeneffekt. Die Digitalisierung verselbstständigt sich immer mehr und wer jetzt Schritt halten kann, wird zu den Gewinnern gehören. 


Die Befeuerung der Digitalisierung sorgt für einen guten Geschäftsverlauf im ICT-Channel. Unverändert wird massiv in Hardware investiert, so dass über fast das ganze Sortiment ein deutliches Plus zu verzeichnen ist. Ausnahmen sind hier wie gewohnt die Artikel rund um Storage und Software, die mit dem fortschreitenden Trend in die Cloud beide immer weniger im Endgerät benötigt werden.

Neue Verhaltensoptionen

Mit der zunehmenden Anzahl geimpfter Bevölkerungsteile können voraussichtlich die gesundheitlichen Schutzmassnahmen im ersten Halbjahr kontinuierlich zurückgefahren werden. Die durch die Schutzmassnahmen erzwungenen neuen, digitalen Prozesse bleiben aber grösstenteils weiterbestehen. Home-Office, Home-Schooling, virtuelle Konferenzen und virtuelle Besuche haben sich innerhalb von nur 10 Monaten bereits fest in den Alltag eingefügt. Natürlich wird sich ihr Umfang wieder reduzieren, aber sie sind bereits als zusätzliche optionale Organisationsformen in das Portfolio der Möglichkeiten fest aufgenommen. Führung, Arbeiten und auch normales Leben müssen sich deshalb auf mehr Verhaltensoptionen einstellen. Damit verbunden ist immer auch mehr Komplexität und mehr verpflichtend zu nutzende Technik, was für viele Menschen zu einer Herausforderung werden wird.

Virale Digitalisierung

Neben den bereits sichtbar durch die digitale Transformation veränderten Bereiche springen nun zunehmend Funken der Digitalisierung auch auf bislang noch kaum digitalisierte Felder über. Bisher eher langsame und zögerliche Entwicklungen werden plötzlich beschleunigt.

Wenn sich nun schon vieles verändert, will niemand hinterherlaufen oder gleich einen grösseren Sprung als vorerst geplant realisieren. Das fängt bei der inzwischen weit verbreiteten digitalen Buchung des Frisörs an und hört bei der konsequenten Abschaffung der Festnetztelefonie auf. Wer eh eine Smartphone-Flatrate für Daten besitzt, der braucht auch immer weniger ein Kabel gestütztes Fernsehgerät. Es ist also ein Dominoeffekt, den Corona bezüglich Transformation angestossen hat und dessen Ende noch nicht in Sicht ist.

Die Schnellen fressen die Langsamen

Haben Sie sich schon einmal mit Veränderungsprozessen beschäftigt? Dann wissen Sie, dass zur Umsetzung Energie benötigt wird. Wie in der Chemie oder Physik kommt von selbst keine Bewegung oder Reaktion zustande. Bekannt ist ebenfalls, dass grössere Gebilde eher schwerfälliger sind als kleinere Strukturen. Bei Unternehmen, Behörden und allen Arten von Organisationen ist es nicht anders. Deshalb verfügen gerade jetzt in dieser Phase der massiven Veränderung die kleineren und flexibleren Firmen über mehr Chancen, um sich an grösseren Wettbewerbern vorbeizuschieben.

In grösseren Unternehmen wird jedoch momentan auch Bewegung beobachtet. Innovative Mitarbeiter haben jetzt die Chance, durch Umsetzungsstärke und „Macherqualitäten“ zum einen die Firma nach vorne zu bringen, aber auch die eigene Karriere zu beschleunigen. Wer in Krisenzeiten Verantwortung übernimmt, dem werden sowohl Fehler nachgesehen, als auch später die besseren Jobs angeboten. Sei es in der eigenen Firma oder sei es in einer Neuen.

Wie bereits mehrfach in früheren Reports und Artikeln berichtet, versuchen sich die zögerlichen „Ja-Aber“-Menschen weiter an den Regeln und Abläufen der Vergangenheit zu klammern. Die andere Gruppe der „Why-Not“-Kollegen gestaltet in der Zwischenzeit konstruktiv die eigene Zukunft und die der anderen. Die Gruppe der Corona-Gewinner ist nicht nur Zufall, sondern im Wesentlichen von dieser grundsätzlichen Einstellung abhängig, die Gestaltung der Zukunft in die Hand zu nehmen.

Viele Menschen suchen Gründe, andere bauen Wege. Wer weiter mit einer stumpfen Axt Bäume fällt, der wird bald von dem mit einer geschliffenen Axt ersetzt und dieser von dem mit einer Motorsäge. Stillstand ist Rückschritt. All das sind keine Plattitüden, sondern die Kurzformeln genereller Wahrheiten.

Systematische digitale Transformation mit ProSeller

Die ProSeller AG hat in den letzten 20 Jahren mit ihrer Software-Suite Concerto erfolgreich digitale Prozesse bei diversen Unternehmen betreffend Einkauf und Verkauf eingeführt. Gerne zeigen wir Ihnen auf, wie auch Sie vom Corona bedingten E-Commerce-Boom profitieren können:

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Thomas Czekala
Verwaltungsrat
ProSeller AG
thomas.czekala@proseller.ch
Alfred Rossi
Gründer & Verwaltungsratspräsident
ProSeller AG
alfred.rossi@proseller.ch
Über die Autoren:
Thomas Czekala ist Partner, Gesellschafter und Verwaltungsrat der ProSeller AG. Er hat zudem Mandate verschiedener anderer Firmen im Umfeld von Digitalisierung, Marktplätzen und weiteren innovativen Trends. Zusammen mit dem ProSeller-Team baut er für Kunden neue Marktplätze auf und arbeitet an der Weiterentwicklung des firmeneigenen ProSeller B2B E-Commerce-Marktplatzes auf Concertopro.ch, der inzwischen ein jährliches Einkaufsvolumen von über 1,5 Milliarden Franken verarbeitet. Er berät und hält Vorträge zu Fragen der Digitalisierung und Transformation. Als zertifizierter SAFe 4 Agilist und ehemaliger Manager und Gesellschafter der Scout24-Gruppe beherrscht er die modernen Projektmanagement- und Führungsmethoden im unsicheren Innovationsumfeld und kann auf ein breites Feld von Erfahrungen zurückgreifen.
Alfred Rossi ist Gründer und Präsident des Verwaltungsrates der ProSeller AG. Mit dem Betrieb der digitalen Marktplattform Concerto gehört er seit 2001 zu den Vorreitern der digitalen Transformation. Reseller, Distributoren, Hersteller und Partner profitieren von seiner über 30-jährigen Erfahrung im Bereich Marketing-, Marketing-Automationen, Sales- und Marktplätze in mehreren Branchen. Während dieser Zeit hat er sich intensiv mit den Gegebenheiten, Gesetzmässigkeiten und Abläufen der Supply Chain «Hersteller-Distributor-Reseller-Endkunde» auseinandergesetzt. In den letzten 20 Jahren hat er sich als Spezialist im Fachgebiet Marktplätze, Big Data, E-Commerce, Digitalisierungen und innovative Geschäftsstrategien einen Namen gemacht.

 


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Der Index ist ein Service der ProSeller AG. Der Index wird täglich ermittelt und einmal monatlich für den laufenden Monat fixiert. Er basiert auf den anonymisierten Suchaktivitäten der ICT-Reseller bei Verwendung der Concerto Software-Suite und repräsentiert damit ein jährliches Einkaufsvolumen von ca. 1,5 Milliarden Franken bzw. rund 20’000 Abfragen pro Tag. Concertopro ist der führende Einkaufs-Marktplatz für professionelle ICT-Reseller in der Schweiz und wird von der ProSeller AG betrieben.
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