Um Antworten auf die Fragen zu erhalten, was Unternehmen in dieser schwierigen Corona-Zeit beschäftigt, hat Daniel Rossi in dieser ersten aktuellen Channel-Talk-Folge ein Online-Interview mit Michael McGarty, Geschäftsführer der conaXess GmbH in Thun, geführt. Er erzählt Ihnen in drei Folgen, welche Einflüsse sein Unternehmen in dieser Zeit erlebt. Das Unternehmen bietet neben Beratung, Verkauf, und Installationen auch Schulungen an.

Daniel Rossi: Ist das Thema Home-Office in Ihrer Firma auch ein Thema?
Michael McGarty:
Das ist insofern ein Thema, da mein Zuhause sich im selben Gebäude wie unser Büro befindet. Bei uns sind alle, die beteiligt sind – und wir sind ja wirklich eine winzige Firma – sowieso schon örtlich getrennt. Wir haben also quasi alle Homeoffice und sind remote miteinander vernetzt. Ich unterrichte auch an verschiedenen Schulen, welches auch ein Teil unserer Dienstleistung ist.

Zusätzlich unterrichte ich Informatik sowohl in der Grundbildung, wie auch in der Erwachsenenbildung. Nun ist es so, dass gewisse Schulen geschlossen sind und die Lehrgänge nur noch remote stattfinden. Da haben wir dann nun mit Zoom oder auch Teams einen gangbaren Weg gefunden. Im März beim ersten Lockdown haben wir einfach improvisiert. Man hat versucht, den Stoff irgendwie durchzubringen. Das heisst, die konventionelle Art zu unterrichten, hat man versucht, in die neuen Kanäle rein zu bringen. Schnell wurde klar, dass es Optimierungspotenzial gibt.

Gewisse Lehrkräfte haben angefangen, ihre Unterrichtssequenzen aufzuzeichnen und den anderen Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung zu stellen. Man hat auch Austausch-Sessions gemacht, bei welchen man sich gegenseitig Tipps und Tricks gegeben hat, wie man in dieser Situation den Unterricht am besten gestaltet. Das war für mich ein sehr spannendes Erlebnis, da die Interaktion, sonst im Raum auf verschiedenen Ebenen, nun plötzlich nur noch online stattfindet. Das heisst, wenn die Kameras an sind, sehe ich immerhin noch die Gesichter und deren Mimik, wenn sie aus sind, wird es schon schwieriger. Dadurch hat Homeoffice oder eben Remote-Teaching schon einen recht starken Einfluss auf uns gehabt.

Was hat Sie am meisten gestört in den letzten Covid19-geprägten Monaten?
Ich glaube nicht, dass mich etwas gestört hat. Es ist eine Situation, die sich ergeben hat. Wenn wir in der Geschichte zurückschauen, gibt es immer wieder solche Epochen wie beispielsweise die Pest, Weltkriege oder andere Krisen. Und da steht bei mir in erster Linie nicht der Nerv-Faktor im Vordergrund. Denn wir dürfen nicht vergessen, dass wir in der Schweiz eigentlich auf der Sahnetorte ganz zuoberst sitzen.

Als Gesellschaft geht es uns sehr gut. Und so muss man akzeptieren, dass die verantwortlichen Stellen zuerst Erfahrungen sammeln müssen und dadurch eventuell auch mal etwas falsch machen dürfen. Also genervt, sodass es mir an die Substanz geht, hat mich nichts. Vielleicht auch, weil ich das nicht will. Ich bin eher der Typ, der nach Lösungen sucht. Ich möchte auch mit meinem Verhalten eher Teil der Lösung sein, als Teil des Problems. Das versuche ich auch meinem Umfeld mitzugeben.

Sind Sie mit den Lieferservices zufrieden oder wie sollten sich diese Angebote verbessern?
Mit den Lieferservices im IT-Bereich bin ich im Grossen und Ganzen zufrieden. Was die IT anbelangt, haben gewisse Distributoren „ups“ and „downs“ wegen dem Pipeline-Effekt erlebt. Das heisst, am Anfang der Pandemie wurde das Material zum Teil noch geliefert. Dann wurde nichts mehr produziert und es kam eine Durststrecke auf uns zu. Ich weiss nicht, wie es ausserhalb unserer Branche ist.

Privat habe ich seit dem Frühling 2020 ein Gemüse-Abo von einem regionalen Bio-Bauern in der Nähe. Ich hatte keine Lust mehr im Laden Gemüse zu kaufen, das andere Kunden angefasst haben. So ein regionales, saisonales Gemüse-Abo finde ich etwas Tolles, denn es hat immer wieder Gemüsesorten drin, die ich im Laden gar nicht kaufen würde. Auch finde ich es sehr positiv, dass nun zum Teil auch die kleinen, regionalen Geschäfte einen Webshop betreiben, wodurch sie einen zusätzlichen Vertriebskanal für ihre Produkte entdeckt haben und dadurch eventuell auch Interessenten in weiter entlegenen Regionen finden.

Lesen Sie mehr in der zweiten Folge, welche in kurzer Zeit für Sie bereitsteht.

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