Inside Projects - wird kein Tooljahr

Dieser Beitrag stammt von Alfred Rossi, Gründer und Geschäftsführer der ProSeller AG sowie Spezialist für Marktplätze, Big Data, E-Commerce und Prozessoptimierung. Vor neun Monaten wurde der Satz „KI ist ein Mindset“ noch belächelt. Heute beginnen immer mehr Unternehmen zu verstehen, was damit gemeint ist. Damals drehte sich fast alles um Tools. Um Prompts. Um Effizienz. Es ging darum, schneller zu werden, mehr Output zu erzeugen und Prozesse zu automatisieren.Mit dem Blick Richtung 2026 wird jedoch klar: Das war nie das eigentliche Thema. KI ist kein Toolproblem. Sie ist ein Reifegradtest.


Was KI wirklich verlangt

Künstliche Intelligenz verlangt mehr als neue Werkzeuge.
Sie zwingt Organisationen dazu, drei Dinge gleichzeitig zu tun.

Zu wollen, ohne genau zu wissen, wohin der Weg führt.
Zu denken, ohne sich hinter Komplexität oder Fachbegriffen zu verstecken.
Und loszulassen, ohne die Sicherheit, dass Rollen, Status oder gewohnte Strukturen bestehen bleiben.

Nicht nacheinander. Sondern parallel.

Genau darin liegt die eigentliche Herausforderung. Denn viele Organisationen sind es gewohnt, Veränderungen schrittweise anzugehen.

Erst analysieren. Dann entscheiden. Dann umsetzen. KI folgt dieser Logik nicht.

Erst aus der Gleichzeitigkeit von Wollen, Denken und Loslassen entsteht Können.
Nicht vorher.

Warum so viele KI Initiativen scheitern

Deshalb scheitern so viele KI Initiativen. Nicht an der Technologie.

Sondern an innerer Inkohärenz.

Viele wollen KI, aber nicht die Konsequenzen, die sie mit sich bringt.
Es wird über KI nachgedacht, ohne bestehende Strukturen wirklich zu verändern.
Aufgaben werden automatisiert, ohne das Gesamtsystem zu hinterfragen.

Das Ergebnis sind Pilotprojekte, Tests und Proofs of Concept mit wenig nachhaltiger Wirkung.
Nicht, weil die Tools schlecht wären, sondern weil Klarheit fehlt.

KI als Reifegradtest

KI ist kein Toolproblem. Sie ist ein Reifegradtest.

Sie macht sichtbar, wie klar Entscheidungen getroffen werden.
Wie ehrlich gedacht wird. Und wie beweglich Organisationen wirklich sind, wenn Vertrautes infrage gestellt wird.

KI zeigt, wo ausgewichen wird. Wo Verantwortung vertagt wird.
Und wo man sich lieber hinter Technik versteckt, statt Entscheidungen zu treffen.

Der Blick nach vorne

2026 wird kein Jahr der naechsten grossen Tool Welle. Es wird ein Jahr des Aufraeumens im Denken.

Die entscheidende Frage lautet nicht, welches Tool eingesetzt wird.

Die entscheidende Frage ist, ob Sie bereit sind fuer das, was KI ueber Ihr Denken, Ihre Organisation und Ihre Entscheidungen sichtbar macht.

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Concerto Redaktionsteam Alfred Rossi
Alfred Rossi
Gründer & Geschäftsführer ProSeller AG
Spezialist im Bereich Marktplätze, Big Data,
E-Commerce und Prozessoptimierung
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